Mitgliederversammlung 2021

Liebe Mitglieder

Wir waren für die Mitgliederversammlung 2021 zu optimistisch. Aufgrund der Corona-Entwicklung werden wir die MV als Videokonferenz durchführen. Da hierzu der Sonntagvormittag eher suboptimal ist, hat sich der Vorstand entschieden die Mitgliederversammlung von Sonntag 30. Mai 2021 auf Montag 07. Juni 2021 zu verschieben.

Die Mitgliederversammlung 2021 findet also als Videokonferenz per Zoom statt:

Montag, 07.06.2021 um 19.30

Mitte Mai verschicken wir die Einladung, die Jahresrechnung und den Jahresbericht per Post. Die Traktandenliste sowie die Dokumente zu unseren Finanzen und das Protokoll der letzten MV werden hier bereitgestellt.

Ich freue mich euch am 07. Juni online zu sehen. Herzliche Grüsse und bliibed gsund.

Thomas Gastberger / Iltis, Präsident

Links 2021:

Interview – Der grösste Fan vom Haselhaus

Stephan Hartl / Togo
Stephan Hartl / Togo

Heute stellen wir Euch mit Stephan Hartl / Togo unser neustes Vorstandsmitglied vor: Als Naturliebhaber und Verfechter von erneuerbaren Energien ist er rasch zum grössten Fan vom neuen Haselhaus avanciert.

Interview: Christian Kaiser / Murmel


Togo, Du bist ja in Regensdorf aufgewachsen und warst im Korps Landenberg in der Pfadi. Wie bist Du eigentlich mit dem Distrikt St. Georg in Kontakt gekommen?

Ich war damals in der Equipe eines Basiskurses von Landenberg, wo ausnahmsweise auch Mädchen der Abteilung Limmattal teilnahmen. Diese Kontakte blieben über den Kurs hinaus bestehen und kurz darauf fragten mich die Limmattaler, ob nicht mit ihnen einen Distriktskurs mitleiten wolle. Ich lernte dann auch den Freund der Abteilungsleiterin kennen, der sich damals gerade in den Kopf gesetzt hatte, auf dem Schwanderberg ein Haus zu kaufen und es zum Pfadiheim umzubauen.

Das kommt mir irgendwie bekannt vor…

Nun ja, die beiden waren natürlich Filou und Chlüppli und das Haus ist die Villa Kunterbunt. Ich half damals bei der Renovation mit und bin seither Mitglied im Heimverein und immer noch mit Chlüppli befreundet.

Und weshalb bist Du nun im Vorstand und in der Finanzkommission vom Haselhaus?

Wir wohnen seit 20 Jahren in Erlinsbach, also fast in der Nachbargemeinde vom Haselhaus. Schon vor ein paar Jahren hatte mir Chlüppli von diesem Projekt erzählt. Mit meiner Frau spazierte ich dann mal zum Haus hoch, aber da wusste man noch nichts Konkretes. Anfangs 2020 habe ich über Chlüppli dem Vorstand meine Hilfe angeboten und wurde dann recht kurzfristig an die nächste Sitzung der Finanzkommission eingeladen.

Ja, ich erinnere mich. Das war die Sitzung vom 11. März 2020, in der Woche vor dem Lockdown, aber das wussten wir zu jener Zeit noch nicht. Wieso hattest Du Dich denn eigentlich gemeldet?

Inzwischen genoss das Haselhaus bei mir schon eine bestimmte Aufmerksamkeit, ich wusste ja, dass mit dem Haus etwas passieren sollte und hatte Lust und Interesse, da mitzuwirken. Glücklicherweise hatte ich neben meiner Arbeit noch genug Kapazität, so dass ich mir so ein «Hobby» auch gut einrichten konnte.

Die Finanzkommission bestand da schon seit fast einem Jahr, aber Du hast sie dann schon ein wenig durcheinandergewirbelt mit Deinem Tempo…

Nun ja, ich merkte rasch, dass ich mich gut einbringen konnte: In Erlinsbach bin ich seit Jahren beim Jugendchor fürs Sponsoring zuständig, deshalb hatte ich schon eine gewisse Erfahrung beim Fundraising. Und wegen Corona hatte ich im Geschäft plötzlich weniger zu tun und damit Zeit fürs Haselhaus.

Genau, und die hast Du auch aktiv genutzt. Das darf man schon sagen: Du hast sehr viele Gesuche geschrieben, hast Stiftungen gesucht und Kontakte aufgebaut. Vor allem konntest Du verschiedene Organisationen von unserem Projekt überzeugen, auch lokale wie den Jurapark Aargau.

Na ja, nicht alle Aktionen waren so erfolgreich, zum Beispiel haben die Gesuche an die lokalen Firmen nicht so einen grossen Rücklauf erzielt. Aber natürlich knüpfe ich gerne neue Kontakte und es macht mir Freude, wenn Leute sich von unserem Enthusiasmus anstecken lassen. So fand ich auch die beiden Open House-Tage im Haselhaus extrem spannend: Einige Besucher erzählten von ihren eigenen Erinnerungen und wir haben einiges über die Geschichte des Hauses erfahren.

Haselhaus by night
Ein heimeliger Ort wenn’s draussen dunkel ist und schneit

Als wir im Sommer einen Saisonmieter fürs Haus suchten, hast Du Dich spontan grad selber gemeldet, gell?

Ja, die Gelegenheit bot sich wirklich grad an. Für unsere Familie wurde es zum Sommerhaus und Corona-Fluchtort. Mir war auch wichtig, das Haus zu beleben: Nachdem es über Jahre mit geschlossenen Fensterläden dagestanden war, wollte ich, dass die Spaziergänger sehen, dass nun wieder Leben in dieses Haus kommt. Wir haben den Sommer mit Familie und Freunden dort oben verbracht, haben es zweimal für Feste untervermietet und einmal sogar an eine Pfadigruppe, die dann zwei Nächte im Haus übernachtet hat. Beim Abzweiger am Wegrand habe ich ein Schild aufgestellt, wo auf einem Plakat unser Projekt vorgestellt wird. Es ist unglaublich, wie viele Leute jeweils davor stehenbleiben und es lesen.

Neben dem Plakat hast Du aber noch viel mehr gemacht beim Haus, ich glaube, Dir war wegen Corona schon etwas langweilig, oder?

Klar, ich bin ein Tüftler und es hat mich halt einfach interessiert, herauszufinden wieviel Wasser das Reservoir fasst, ob es noch dicht ist und die Wasserleitungen funktionieren, ob der Generator noch läuft und wieviel Holz es für die Heizung braucht. Da hatten wir vorher noch keine Erfahrungswerte. Daneben habe ich als «Hauswart» viel aufgeräumt und entsorgt. Ich mache das gerne und will das Haus möglichst bereit haben, wenn wir dann mit dem Umbau beginnen.

Nebst all dieser Arbeit konntest Du das Haus aber hoffentlich auch etwas geniessen?

Ja, sicher. Wir sind einfach sehr gerne dort oben. Ich habe oft einen Tag pro Woche im Haselhaus Home Office gemacht und am Wochenende war manchmal auch meine Frau Isabelle dabei. Sogar Weihnachten haben wir im Haus gefeiert, mit der ganzen Familie. Und über Sylvester/Neujahr haben wir sogar im Haus übernachtet. Im Januar hat es dann so geschneit, dass man fünf Wochen lang nicht mit dem Auto zufahren konnte. Einmal sind wir zu Fuss hoch und haben auf der Haselmatte die erste Schnee-Spur weit und breit gelegt… Wunderschön!

Und wie geht es nun weiter mit dem Haus?

Ich werde weiterhin regelmässig dort anzutreffen sein und gerne beim Haus zum Rechten sehen, vielleicht später dann in der Betriebskommission vom Pfadiheim, wer weiss. Aber zuerst müssen wir es jetzt erst einmal umbauen.


Alles Rund um das Projekt Haselhaus auf der Webseite: www.haselhaus.ch

Spendenaufruf: «Club der 200» fürs Haselhaus

Noch immer sind wir mit Volldampf daran, Geld für unser viertes Pfadiheim zu sammeln. Wie im letzten Newsletter berichtet, haben wir das Haselhaus in Biberstein schon im Baurecht übernommen und auch die Baubewilligung für den Umbau liegt vor. Unsere Finanzkommission sammelt aktiv Unterstützungsgelder und bereits können wir vermelden, dass rund 780’000 Franken für den Umbau des Haselhauses bereitstehen. Noch fehlen uns also gut 220’000 Franken, denn sobald wir die Marke von einer Million geknackt haben, fällt der Startschuss für den Umbau.

Nachdem uns bisher diverse Stiftungen und Organisationen bei diesem Projekt unterstützt haben, starten wir nun einen Spendenaufruf bei Privatpersonen: Wir glauben, dass wir mindestens 200 Personen finden, die bereit sind, einen grösseren Betrag fürs Haselhaus zu spenden. Genau dafür haben wir den «Club der 200» gegründet: In diese exklusive Gruppe wird aufgenommen, wer als Privatperson mindestens 500 Franken an das Umbauprojekt spendet. Die Mitglieder des Clubs werden an die Eröffnungsfeier mit anschliessendem Apéro eingeladen und namentlich auf einer Gedenktafel beim Haus vermerkt. Auf diese Weise erhoffen wir uns einen weiteren substanziellen Beitrag für unser neues Pfadihaus. Eine Handvoll ehemaliger Pfadis aus dem Distrikt sind bereits im «Club der 200» dabei – wir fänden es super, wenn auch Du mitmachst!

Mehr Informationen zum Haselhaus: www.haselhaus.ch
Spendenkonto: IBAN CH13 0900 0000 8716 2260 9, Verein Pfadiheime St. Georg, Zürich

Bericht: Heimverwaltung in Zeiten von Corona

«Oh nein, nicht schon wieder ein Artikel über Corona!» wirst du jetzt vielleicht denken. Aber das allgegenwärtige Thema beschäftigt uns, ob wir wollen oder nicht. Immerhin hat dieser Virus unser erstes Vereinshalbjahr gehörig durcheinander gewirbelt.

Bekanntlich beginnt es im Dezember 2019 im fernen China, wo das Virus unsere Aufmerksamkeit vorerst noch nicht so auf sich zieht. Noch Ende Februar werden für unsere Pfadiheime laufend neue Reservationen getätigt, während der Bundesrat bereits Grossveranstaltungen mit mehr als 1’000 Personen verbietet. Als er dann im März zum regelmässigen Händewaschen auffordert und wir den Begriff «Social Distancing» in unseren Wortschatz aufnehmen, beginnen erste Mieter*innen nach den Stornierungsbedingungen ihrer Reservation zu fragen.

Schliesslich wird am 16. März die ausserordentliche Lage ausgerufen: Schulen, Läden, Restaurants, Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe müssen geschlossen bleiben. Bei unserem Heimverwalter quillt jetzt die Mailbox über und das Telefon läuft heiss: Es melden sich sämtliche Mieterinnen mit Belegungen im Frühling. Innerhalb von wenigen Wochen muss für 43 Reservationen eine andere Lösung gefunden werden. Dank der kompetenten Vermittlung unserer Heimverwaltung erklären sich viele Mieterinnen bereit, ihre Belegung um ein oder gar zwei Jahre zu verschieben. Bei jenen Anlässen, die storniert werden müssen, vergüten wir die Anzahlung zurück. Trotz dieser Flut von Anfragen lässt sich die ganze Administration gut meistern, denn zum Glück haben wir Ende 2019 eine neue Verwaltungssoftware eingeführt, die entsprechende Funktionen enthält.

Als der Lockdown vorbei ist und am 11. Mai die Schulen wieder öffnen, erreichen uns auch wieder erste Reservationsanfragen. Im Mai erstellen Vorstand und Heimverwalter für jedes Heim ein Schutzkonzept, welches die Gesundheit unserer Heimwärte sicherstellen soll. Im Juni finden so die ersten Belegungen statt. Bereits «brummt» unser Verwaltungsapparat wieder und all unsere Pfadiheime sind über die ganzen Sommermonate gut ausgelastet.

Somit ist unser Verein bisher den Umständen entsprechend gut durch diese Krise gekommen. Das ist uns aber nur dank unserer neuen Heimverwaltungssoftware gelungen, sowie dank einem gut funktionierenden Team aus Heimverwaltung, Heimwarten und Vorstand. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten und – bliibed g’sund!